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Freitag, der 13.

Diese Mini-Drabbleserie ist wohl der Beweis dafür, dass man echt zu jedem Thema was schreiben kann. Und sie ist der Beweis dafür, dass es hilft, zu verkünden, dass man keine Idee hat. :)


Titel: Freitag, der 13.
Inhalt: Boerne ist abergläubisch. Thiel ist überrascht. Unangenehm überrascht.
Länge: 300 Wörter (3 x 100 Wörter)
Genre: Humor, etablierte Beziehung
Rechtserklärung: Thiel, Boerne und Nadeshda gehören dem WDR. Ich habe sie mir nur mal kurz ausgeliehen.



Freitag, der 13.


„Ich habe mir übrigens am Freitag auch Urlaub genommen. Ich dachte, da Du freihast, könnten wir vielleicht gemeinsam etwas unternehmen.“

Boerne sah ihn mit einem entsetzten Gesichtsausdruck an, und Thiels Magen verkrampfte sich.

War er zu voreilig gewesen? Immerhin waren sie schon seit vier Wochen zusammen, und er hatte geglaubt, dass es nicht zu früh für den nächsten Schritt war.

Boernes Blick war ernst, als er antwortete: „Freitag ist der Dreizehnte. Da werde ich mich nicht aus dem Bett bewegen, und ganz bestimmt werde ich keinen Ausflug machen.“

„Ach so.“ Thiel grinste. „Das klingt doch auch nach einem schönen Plan.“


* * *


„Haben Sie nicht frei?“, fragte Nadeshda, als er wortlos in sein Büro ging.

Vorhin hatte er noch in Boernes Bett gelegen und dessen Besitzer mit einem Kuss geweckt, aber dann hatte Boerne ihn weggeschubst.

„Nicht! Ich habe doch gesagt, dass ich heute im Bett bleibe.“

„Eben.“

„Kein Sex. Ich gehe keinerlei Risiko ein.“

„Das ist nicht dein Ernst!“

„Mein voller Ernst.“

„Risiko! Als ob bei deinem Blümchensex irgendeine Gefahr bestünde“, hatte Thiel geantwortet und war gegangen.

Viel zu spät war ihm bewusst geworden, wie verletzt Boerne ausgesehen hatte.

Thiel sank auf seinen Bürostuhl.

Mist! Dabei mochte er Blümchensex. Und Boerne.


* * *


„Tut mir Leid“, sagte er, sobald Boerne seine Wohnungstür einen Spalt geöffnet hatte.

„Was tut dir Leid?“

„Alles. Ich habe nicht gedacht, dass dir das mit Freitag, dem Dreizehnten, so ernst ist.“

Boerne öffnete die Tür etwas weiter, und Thiel hielt ihm einen Strauß Gänseblümchen entgegen.

„Sind die aus meinem Vorgarten?“

Thiel lächelte ertappt.

„Schön, komm rein“, sagte Boerne und nahm die Blumen.

„Was machst du denn sonst so an diesen Tagen?“, fragte Thiel.

„Wie gesagt, im Bett bleiben.“

„Und wenn wir einfach nur kuscheln?“

„Wenn du dich solange beherrschen kannst.“ Boerne sah auf seine Armbanduhr. „Es ist erst eins.“
Tags: drabbles, fanfic, tatort münster
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